Mitgefühl, Liebe, Frieden für Dich und alle Menschen (mit Meditation)
Was bedeutet Mitgefühl?
Mitgefühl oder auch Empathie bedeutet, sich dem Erleben von Empfindungen, Gefühlen und Gedanken zu öffnen – und zwar sich selbst (Selbstempathie) und anderen gegenüber. Je mehr wir in der Lage sind, uns selbst Verständnis und Zuwendung zu schenken, desto leichter fällt es uns, dieses Geschenk anderen Menschen zu machen. Möglich wird dies, indem wir uns in die Rolle eines neutralen Beobachters begeben. Ohne das, was sich gerade zeigt, als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten. Als Beobachter können wir zum Beispiel ein Gefühl wahrnehmen und dann erforschen, welches Bedürfnis hinter diesem Gefühl liegt.
Mitgefühl ist nicht Mitleid
Sehr wichtig ist es, zwischen Mitgefühl und Mitleid zu unterscheiden. In Mitleid steckt das Wort „Leiden“ und das impliziert, dass wir uns oder andere zum Opfer der Umstände machen. Es hilft weder uns, wenn wir uns selbst bemitleiden, noch hilft es anderen, von uns bemitleidet zu werden. In beiden Fällen bleiben wir in der Opferrolle und erzeugen bzw. verstärken Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und andere. Selbstmitleid und Mitleid schwächen enorm und verhindern die Möglichkeit, eine Situation positiv zu verändern.
Mitgefühl im biografischen Kontext
John Bowlby, Paul Gilbert u.a. haben erforscht, dass ein Mensch, der als Säugling ein hohes Maß an liebevoller Zuwendung von der Mutter und anderen Bezugspersonen erfährt, die Fähigkeit entwickelt, sich selbst und anderen Menschen Fürsorglichkeit und Mitgefühl entgegen zu bringen. Umgekehrt ist diese Fähigkeit bei Menschen, die diese Erfahrung in ihrer Kindheit nicht gemacht haben, häufig geringer entwickelt und sie tun sich auch schwerer, Mitgefühl von anderen anzunehmen. Dies ist jedoch kein Grund zur Resignation oder gar, sich auf den Standpunkt zu begeben „Dann habe ich eben Pech gehabt“.
Geführte Meditation: Mitgefühl, Liebe, Frieden entwickeln
Als Erwachsene haben wir viele verschiedene Möglichkeiten, zu erlernen, wie wir uns selbst und anderen Mitgefühl entgegenbringen. Der Anfang liegt dabei immer bei uns und somit dem Selbstmitgefühl. Je mehr wir dieses kultivieren, umso mehr sind wir nach und nach in der Lage, anderen Menschen Verständnis und Zuwendung zu schenken. Eine Möglichkeit ist die aus der buddhistischen Tradition stammende Mitgefühlsmeditation der „Liebenden Güte“, die den Schwerpunkt dieser geführten Meditation bildet.
Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei.
Musik zu geführte Meditation: Mitgefühl entwickeln mir selbst und anderen gegenüber
Musik erleichtert es uns, unsere Empfindungen, Gefühle und Gedanken wirklich zu erleben. Im Video habe ich Ihnen eine Musik-Playlist vorgeschlagen, die Sie dabei wunderbar begleitet.
Link zu der im Video genannten Musik-Playlist
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Herzlichen Dank,
Ihre Friederike Güssler
